TWI

TWI - Training within industry - Was ist das?

Diese Unterweisungs-Methodik wurde während des zweiten Weltkrieges in den USA bekannt gemacht. Die Fragestellung damals war, wie dafür gesorgt werden kann, dass in vielen Fabriken, Produktionseinrichtungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der Industrie, Verwaltung oder des Gesundheitswesens wichtige Tätigkeiten von vielen Menschen gleich ausgeführt werden - und dies auf hohem Qualitätsniveau.

Der TWI-Ansatz der "Job Instruction - JI" (Arbeitsunterweisung) hat sich in vielerlei Abwandlungen weltweit ausgebreitet:

  • Japan: In den Lean-Konzepten der Nivellierung und Standard-Arbeit sowie in den Qualifikationskonzepten von Lean-Organisationen finden sich viele Werkzeuge und Prinzipien, die aus TWI-JI übernommen und/oder weiterentwickelt wurden.

  • Bundesrepublik Deutschland: TWI kam mit dem Marshall-Plan nach Deutschland. Die JI-Methodik wurde leicht angepasst und wurde meist "4-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung" genannt. Unter diesem Namen ging auch eine Adaption in das Standardmethodenrepertoire der Arbeitswissenschaften ein. Jedoch hat sich im Laufe der Jahre das Anwendungsfeld verschoeben: von der Unterweisung von Arbeitenden auf die Unterweisung von Auszubildenden - dort wiederum konkurriert die 4-Stufen-Methoden mit anderen Vorgehensweisen. In ihrem eigentlichen Anwendungsfeld ist die Methodik in vielen Unternehmen etwas in Vergessenheit geraten.

TWI - Job Instruction: Unsere Leistungen

Es liegt in der Natur der Methodik, diese standardisiert zu vermitteln. Daher haben Alexandra Thurnes und Christian Thurnes beide die Qualifizierung zum zertifizierten JI-TWI-Trainer des TWI-Institutes durchlaufen. Die Standardangebote zu TWI - Job Instruction - sei es in Industrie, Verwaltung, Krankenhäusern oder Gesundheitseinrichtungen - führen wir zur Zeit in enger Zusammenarbeit und unter Federführung des TWI-Instituts Deutschland durch.

TWI - Job Instruction: Warum ist dieser Klassiker wieder aktueller denn je?

Wir haben uns entschlossen, TWI-Job Instruction zum festen Bestandteil unseres Leistungsangebotes zu machen - hierfür gibt es ein paar sehr einfache Gründe:

  • Standardisierte Arbeitsausführung nach der bestmöglichen Vorgehensweise ist ein kritischer Erfolgsfaktor. Irgendwann sind Qualitätsmaße, Fehlerquoten, Nacharbeitsraten auf einem relativ guten Niveau angelangt, aber noch nicht gut genug. Höchstwahrscheinlich ist dies der Punkt, an dem Sie keine großen Ursachen für Produktions-, Verwaltungs-, Pflege- oder Behandlungsfehler mehr finden werden, sondern eine Vielzahl unterschiedlichster Einzelfälle.
    Ein Weg, um nun Ihre Effizienz, Qualität und auch Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit weiter zu steigern, liegt darin, stärker für die konstant gleiche Ausführung der Tätigkeiten zu sorgen. Die Unterweisung im Arbeitsprozess nach der JI-Methode ist hierbei ein wesentlicher Baustein.

  • In vielen Arbeitsumgebungen sind die Qualifikationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht exakt an die Tätigkeit angepasst. Gründe hierfür gibt es viele: Quereinsteiger, sich verändernde Arbeitsinhalte, sich verändernde Firmenvorschriften und Regeln, wenig bzw. anders qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder auch Führungskräfte auf operativer Ebene, die sich um zig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern müssen. Die Unterweisung nach der JI-Methode unterstützt die Qualifizierung des Einzelnen, solange bis die Tätigkeit standardsgemäß beherrscht wird. Die 1:1-Vorgehensweise kostet natürlich Unterweiserkapazitäten - dies schlägt sich aber lohnend in ihren Arbeitsergebnissen, der Kunden- oder auch Patientenzufridenheit nieder.

  • Arbeitspläne, Standard Operation Procedures und andere Dokumente sind oft nicht detailliert genug, um eine hochqualitative standardisierte Arbeitsausführung zu ermöglichen. Manchmal dienen sie auch eher der Beschreibung der Arbeit, als dazu, diese zu ermöglichen. Tätigkeitsanalysen der JI-Methodik sind strukturierte Arbeitsanalysen, die von den Ausführenden selbst für andere Ausführende erstellt werden. Sie sind auf das Wesentliche reduziert und legen Arbeitsstandards auf der Handlungsebene fest. Das Erstellen der Tätigkeitsanalysen führt unweigerlich zur Entdeckung des besten Weges, die Arbeit auszuführen und meist auch zu vielen Verbesserungsideen.

  • Viele Systematiken zur Beschreibung von Arbeitsvorgaben sind mit riesigem Verwaltungsaufwand und viel Bürokratie behaftet. Die JI-Methode erlaubt die einfache Erstellung, Verwaltung und Weitergabe von Tätigkeitsanalysen. So lassen sich Schulungspläne sehr leicht erstellen und es wird nur das Notwendige beschrieben und nur die wirklich notwendigen Unterweisungen finden statt.

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